Hundefitness

Wichtige Begriffe & Zusammenhänge

Kathrin Schurig

Ihre Spezialistin für ganzheitliche Tiergesundheit

Hundefitness

ist weit mehr als Bewegung oder Beschäftigung. Es ist ein gezielter, gesundheitsorientierter Ansatz, um Kraft, Koordination, Beweglichkeit und Körperwahrnehmung des Hundes nachhaltig zu fördern.

Dabei spielen Fachbegriffe aus Training, Physiotherapie und Bewegungslehre eine zentrale Rolle – denn nur wer versteht, was er tut und warum, kann seinen Hund sinnvoll unterstützen.

Hier erkläre ich die wichtigsten Begriffe verständlich und praxisnah. Es richtet sich an engagierte Hundehalterinnen, die ihren Hund gesund begleiten möchten – unabhängig von Alter, Rasse oder Trainingsstand.

A

Aktivierung

Die Aktivierung bereitet den Hund körperlich und mental auf eine Trainingseinheit vor. Durch langsame, kontrollierte Bewegungen werden Muskulatur, Gelenke und Nervensystem „wach gemacht“. Ziel ist es, die Muskelansteuerung zu verbessern und abrupte Belastungen zu vermeiden.

Synonyme: Hund aufwärmen, Hund Muskelaktivierung, Vorbereitung Hundefitnesstraining

Warum solltest du das kennen: Reduziert Verletzungsrisiken und verbessert die Bewegungsqualität.

 

Asymmetrie

Unter Asymmetrie versteht man eine ungleichmäßige Bewegung oder Belastung der linken und rechten Körperseite. Sie kann sich in unterschiedlich stark ausgeprägter Muskulatur, schiefer Haltung oder ungleichem Gangbild zeigen. Asymmetrien entstehen häufig durch Schmerzen, alte Verletzungen oder unbewusste Schonhaltungen. Im Hundefitnesstraining sind sie ein wichtiges Beobachtungskriterium, da sie auf tieferliegende Probleme hinweisen können.

Synonyme: Seitendifferenz beim Hund, ungleichmäßige Bewegung beim Hund, Fehlbelastung beim Hund

Warum solltest du das kennen: Frühes Warnsignal für Schmerzen, Schonhaltungen oder orthopädische Probleme.

 

Arthrose

Arthrose ist eine chronische, degenerative Gelenkerkrankung, bei der es zu einem fortschreitenden Abbau des Gelenkknorpels kommt. Sie geht häufig mit Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und veränderter Belastung einher. Im Hundefitnesstraining liegt der Fokus auf gelenkschonender Kräftigung, Stabilisation und Mobilisation. Richtig angepasstes Training kann Schmerzen lindern, Muskulatur erhalten und die Lebensqualität deutlich verbessern. Mehr dazu in meiner Artikel-Reihe über Arthrose.

Synonyme: Gelenkverschleiß Hund, Arthrose Hund Training

Warum solltest du das kennen: Hundefitnesstraining kann arthrotische Hunde gezielt stabilisieren, mobilisieren und ihre Lebensqualität verbessern – bei angepasster Belastung. In meinem Online-Kurs „Diagnose Arthrose – Das kannst du tun“ lernst du u.a. sinnvolle Fitnessübungen kennen.

 

Aktive Bewegungstherapie

Aktive Bewegungstherapie ist Teil der Physiotherapie beim Hund. Klassischerweise findet diese also von einem Therapeuten durchgeführt im Rahmen der Hundephysiotherapie statt. Ein Mangelzustand, z.B. nach einer Operation oder Verletzung, soll durch zielgerichtet ausgesuchte Übungen verbessern oder behoben werden. Aktive Bewegungstherapie gehört in Therapeutenhand, denn Fehler wirken sich hier viel schneller und gravierender aus.

Synonyme: Krankengymnastik Hund, Hundefitnesstherapie, Fitnesstherapie Hund

Warum solltest du das kennen: Hunde, die kürzlich operiert wurden oder sich von einer Verletzung erholen, profitieren von Bewegungsübungen, die für sie individuell zum passenden Zeitpunkt von einem Therapeuten ausgewählt werden. Fitnesstraining im Sinne von Beschäftigung und Prävention kann zu einem späterem Zeitpunkt erfolgen.

B

Balance

Balance beschreibt die Fähigkeit des Hundes, sein Gleichgewicht sowohl im Stand als auch in Bewegung zu halten. Sie ist ein Zusammenspiel aus Muskulatur, Nervensystem und Körperwahrnehmung. Eine gute Balance ist Voraussetzung für sichere Bewegungen, saubere Richtungswechsel und gelenkschonendes Training. Besonders Junghunde, Senioren und Hunde nach Verletzungen profitieren stark von gezieltem Balancetraining.

Synonyme: Gleichgewicht Hund, Balancetraining für den Hund, Koordination beim Hund

Warum solltest du das kennen: Grundlage für Gelenkstabilität, Trittsicherheit und sichere Bewegung.

 

Belastungssteuerung

Belastungssteuerung bedeutet, Intensität, Dauer und Häufigkeit des Trainings individuell an den Hund anzupassen. Dabei spielen Alter, Gesundheitszustand, Trainingsstand und Tagesform eine entscheidende Rolle. Im gesundheitsorientierten Hundefitnesstraining ist sie einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren.

Synonyme: Trainingsplanung Hund, Trainingsdosierung beim Hund, Überlastung vermeiden beim Hund

Warum solltest du das kennen: Schützt vor Überforderung, Schmerzen und Trainingsrückschritten.

 

Bewegungsapparat

Der Bewegungsapparat umfasst Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder und Faszien. Alle diese Strukturen arbeiten eng zusammen, um Bewegung überhaupt zu ermöglichen. Probleme in einem Bereich wirken sich fast immer auf andere Bereiche aus. Hundefitnesstraining betrachtet den Bewegungsapparat daher ganzheitlich und nicht isoliert einzelne Muskeln oder Gelenke.

Synonyme: muskuloskelettales System Hund

Warum solltest du das kennen: Hundefitnesstraining wirkt immer auf den gesamten Bewegungsapparat, nicht nur auf einzelne Muskeln.

C

Core-Muskulatur

Die Core-Muskulatur besteht aus tief liegenden Muskelgruppen rund um Wirbelsäule, Bauch und Becken. Sie sorgt für Stabilität, schützt die Wirbelsäule und ermöglicht kontrollierte Kraftübertragung. Ist diese Muskulatur schwach, entstehen häufig Ausweichbewegungen oder Fehlbelastungen. Im Hundefitnesstraining spielt der Aufbau einer stabilen Core-Muskulatur eine zentrale Rolle.

Synonyme: Rumpfstabilität Hund, Tiefenmuskulatur Rumpf beim Hund

Warum solltest du das kennen: Stabilisiert den Körper und schützt die Wirbelsäule.

D

Dysbalance

Eine Dysbalance beschreibt ein Ungleichgewicht zwischen Muskelgruppen oder Bewegungsfunktionen. Typisch ist zum Beispiel eine starke Streckmuskulatur bei gleichzeitig schwacher Beugemuskulatur. Solche Ungleichgewichte beeinflussen die gesamte Bewegungskette und erhöhen das Verletzungsrisiko. Im Hundefitnesstraining wird gezielt daran gearbeitet, Dysbalancen auszugleichen.

Synonyme: muskuläre Dysbalance beim Hund, Fehlspannung beim Hund

Warum solltest du das kennen: Häufige Ursache für Fehlbelastungen und chronische Beschwerden.

 

Degeneration

Degeneration bezeichnet den fortschreitenden Abbau von Gewebe, etwa von Muskulatur oder Gelenkknorpel. Sie tritt häufig altersbedingt auf, kann aber auch durch Fehlbelastungen oder Bewegungsmangel begünstigt werden. Mehr zum Thema u.a. in folgendem Blogartikel: Muskelaufbau und Muskelerhalt bei älteren Hunden

Synonyme: altersbedingter Abbau Hund, Muskelabbau Hund

Warum solltest du das kennen: Gezielt eingesetztes Fitnesstraining kann degenerativen Prozessen entgegenwirken. Wichtig ist dabei eine angepasste, gelenkschonende Trainingsgestaltung.

E

Entspannung

Entspannung ist ein Zustand reduzierter Muskelspannung und mentaler Ruhe. Sie ist essenziell für Regeneration, Lernprozesse und nachhaltige Gesundheit. Ohne ausreichende Entspannung kann selbst gut gemeintes Training kontraproduktiv wirken. Im ganzheitlichen Hundefitnesstraining haben Ruhephasen und entspannende Elemente einen festen Platz.

Synonyme: Entspannung beim Hund, Regeneration Hund, Stressabbau beim Hund

Warum solltest du das kennen: Voraussetzung für Lernen, Heilung und nachhaltiges Training.

F

Faszien

Faszien sind bindegewebige Strukturen, die Muskeln, Organe und Gelenke umhüllen und miteinander verbinden. Sie spielen eine wichtige Rolle bei Kraftübertragung, Beweglichkeit und Schmerzempfinden. Hundefitnesstraining berücksichtigt daher auch fasziale Zusammenhänge und Bewegungsvielfalt. Mehr über Faszien: Faszien beim Hund

Synonyme: Faszien beim Hund, Bindegewebe Hund, myofasziale Ketten beim Hund

Warum solltest du das kennen: Verklebte oder verhärtete Faszien können Bewegung einschränken und Schmerzen verursachen.

 

Flexibilität

Flexibilität beschreibt die Fähigkeit von Muskeln und Gelenken, sich innerhalb ihres natürlichen Bewegungsumfangs zu bewegen. Sie ist Voraussetzung für flüssige, ökonomische Bewegungen. Eingeschränkte Flexibilität führt häufig zu Ausweichbewegungen und erhöhtem Verschleiß. Ziel im Hundefitnesstraining ist funktionelle Beweglichkeit, nicht extremes Dehnen.

Synonyme: Beweglichkeit Hund, Dehnfähigkeit Hund

Warum solltest du das kennen: Beugt Verletzungen und Ausweichbewegungen vor.

G

Gangbild

Das Gangbild beschreibt die Art und Weise, wie sich ein Hund fortbewegt, etwa im Schritt, Trab oder Galopp. Veränderungen im Gangbild sind oft frühe Hinweise auf Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen. Im Hundefitnesstraining dient das Gangbild als wichtige Grundlage für Trainingsentscheidungen.

Synonyme: Gangbildanalyse Hund, Lahmheit Hund erkennen

Warum solltest du das kennen: Veränderungen liefern wertvolle Hinweise auf Schmerzen oder Einschränkungen.

 

Gelenkstabilität

Gelenkstabilität bezeichnet die Fähigkeit eines Gelenks, auch unter Belastung sicher geführt zu werden. Sie wird hauptsächlich durch Muskulatur und koordinative Kontrolle gewährleistet. Instabile Gelenke sind anfälliger für Verletzungen und Überlastungen. Zielgerichtetes Hundefitnesstraining stärkt die stabilisierende Muskulatur und verbessert die Gelenksicherung.

Synonyme: stabile Gelenke Hund, Gelenksicherung Hund

Warum solltest du das kennen: Ein zentrales Ziel im Hundefitnesstraining – besonders bei Hypermobilität oder nach Verletzungen.

H

Hypermobilität

Hypermobilität beschreibt eine übermäßige Beweglichkeit von Gelenken über den physiologischen Rahmen hinaus. Sie kann angeboren sein oder durch mangelnde Stabilisation entstehen. Hypermobile Hunde wirken oft beweglich, benötigen aber gezielte Stabilitätsarbeit. Zu frühes Arbeiten auf wackligen Fitnessgeräten schadet also im Zweifel diesen Hundes besonders.

Synonyme: instabile Gelenke beim Hund, Überbeweglichkeit Hund

Warum solltest du das kennen: Erfordert gezielte Stabilisation statt Dehnung.

K

Koordination

Koordination ist das Zusammenspiel von Nervensystem, Muskulatur und Sinnesorganen zur Steuerung von Bewegungen. Sie bestimmt, wie präzise, effizient und sicher sich ein Hund bewegt. Gute Koordination reduziert Fehlbelastungen und Verletzungsrisiken. Koordinative Übungen sind daher ein fester Bestandteil des Hundefitnesstrainings.

Synonyme: Koordinationstraining Hund, Körperkontrolle beim Hund

Warum solltest du das kennen: Verbessert Bewegungsökonomie und Sicherheit.

 

Krafttraining

Krafttraining dient dem Aufbau und Erhalt von Muskulatur durch gezielte, kontrollierte Übungen. Im Hundefitnesstraining steht funktionelle Kraft im Vordergrund, nicht maximale Leistung. Besonders im präventiven und seniorengerechten Training ist Krafttraining unverzichtbar. Wie der Start in den Muskelaufbau am gesündesten erfolgt: Hundefitnesstraining und Muskelaufbau sinnvoll starten – nicht auf einem Wackelkissen

Synonym: Muskelaufbau Hund, Hundefitness Kraft

Warum solltest du das kennen: Schützt Gelenke und unterstützt ein gesundes Altern.

 

Kompensation

Kompensation sind Ausweichbewegungen oder -haltungen, mit denen der Hund Einschränkungen oder Schmerzen (un-)bewusst ausgleicht. Diese Bewegungsmuster entlasten kurzfristig, führen langfristig jedoch zu Überlastungen an anderer Stelle. Kompensationen sind oft subtil und schwer zu erkennen. Im Hundefitnesstraining ist es wichtig, sie frühzeitig wahrzunehmen und gezielt gegenzusteuern.

Synonyme: Ausgleichsbewegung beim Hund, Fehlbewegung Hund

Warum solltest du das kennen: Unentdeckte Kompensationen führen langfristig zu Überlastungen an anderer Stelle.

M

Mobilisation

Mobilisation umfasst sanfte Bewegungen zur Erhaltung oder Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit. Sie wird langsam, kontrolliert und schmerzfrei durchgeführt. Mobilisierende Übungen können passiv durch einen Therapeuten erfolgen oder aktiv durch einen Therapeuten oder den Hundehalter. Sie eignen sich besonders für Senioren, für den Einstieg ins Training oder als ergänzende Maßnahme. Mobilisierende Übungen sind folglich wichtiger Teil der beiden Online-Kurse „Oldies but Goldies“ und „Movin‘ with care“.

Synonyme: Gelenkmobilisation beim Hund, Beweglichkeitstraining Hund

Warum solltest du das kennen: Unterstützt Schmerzfreiheit und gesunde Bewegung.

 

Muskeltonus

Der Muskeltonus beschreibt die Grundspannung der Muskulatur in Ruhe. Ein dauerhaft erhöhter oder zu niedriger Muskeltonus kann Bewegungen negativ beeinflussen. Verspannungen, Stress oder Schmerzen wirken sich direkt auf den Tonus aus. Im Hundefitnesstraining wird darauf geachtet, ein gesundes Gleichgewicht zu fördern.

Synonyme: Muskelspannung Hund, Verspannung beim Hund

Warum solltest du das kennen: Ungleichgewichte beeinflussen Bewegungsqualität und Wohlbefinden.

 

Myofasziale Ketten

Myofasziale Ketten sind funktionelle Verbindungen von Muskeln und Faszien, die Bewegungen über den ganzen Körper weiterleiten. Probleme in einer Kette können sich an ganz anderen Stellen zeigen. Deshalb liegt die Ursache von Beschwerden oft nicht dort, wo sie sichtbar werden.

Synonyme: Muskel-Faszien-Ketten Hund

Warum solltest du das kennen: Beschwerden zeigen sich oft nicht dort, wo die Ursache liegt.

N

Neuromuskuläre Ansteuerung

Die neuromuskuläre Ansteuerung beschreibt das Zusammenspiel von Nervensystem und Muskulatur bei Bewegungen. Sie bestimmt, wie gezielt und effizient Muskeln aktiviert werden. Eine schlechte Ansteuerung führt häufig zu unsauberen oder ineffizienten Bewegungsmustern. Durch langsames, bewusstes Training lässt sich die Ansteuerung deutlich verbessern.

Synonyme: Muskelansteuerung Hund, Nerven-Muskel-Zusammenspiel beim Hund

Warum solltest du das kennen: Gute Ansteuerung ist Voraussetzung für saubere, koordinierte Bewegung.

O

Orthopädische Erkrankungen

Orthopädische Erkrankungen betreffen den Bewegungsapparat, etwa Gelenke, Knochen oder Wirbelsäule. Dazu zählen unter anderem Arthrose, Spondylose oder Hüftdysplasie. Hundefitnesstraining kann auch bei orthopädischen Diagnosen sinnvoll sein, muss jedoch angepasst werden. Ziel ist immer Unterstützung, nicht zusätzliche Belastung. In meinem Online-Kurs „Movin‘ with care“ erkläre ich was, warum und wie die Übungen bei leichten orthopädischen Erkrankungen angepasst werden sollten. Bei schweren Erkrankung ist Einzel-Coaching angesagt.

Synonyme: orthopädische Probleme beim Hund

Warum solltest du das kennen: Hundefitnesstraining muss bei orthopädischen Erkrankungen besonders angepasst erfolgen.

P

Propriozeption

Propriozeption bezeichnet die Wahrnehmung der eigenen Körperposition und Bewegung im Raum. Eine gut entwickelte Propriozeption gibt dem Hund Sicherheit in seiner Bewegung. Hundefitnesstraining fördert diese Fähigkeit gezielt durch abwechslungsreiche, kontrollierte Übungen.

Synonyme: Körperwahrnehmung Hund, Trittsicherheit Hund

Warum solltest du das kennen: Basis für Koordination, Selbstvertrauen und Verletzungsprävention.

 

Prävention

Prävention umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen, Verletzungen und Erkrankungen vorzubeugen. Durch gezielte Kräftigung, Koordination und bewusste Belastungssteuerung lassen sich viele Probleme vermeiden. Präventives Training ist in jedem Alter sinnvoll. Für die jüngeren Hunde erfolgt das im Online-Kurs „Rockin‘ the basics“, für die älteren Hunde in „Oldies but Goldies“.

Synonyme: Verletzungsprophylaxe Hund, Gesundheitsvorsorge beim Hund

Warum solltest du das kennen: Eines der zentrales Ziel des Hundefitnesstrainings

R

Regeneration

Regeneration ist die Erholungsphase nach körperlicher oder mentaler Belastung. Ohne ausreichende Regeneration kann kein nachhaltiger Trainingseffekt entstehen. Pausen sind daher ein fester Bestandteil eines gesunden Trainingsplans.

Synonyme: Erholung Hund, Trainingspause beim Hund

Warum solltest du das kennen: Anpassungsprozesse finden in der Regeneration statt, weshalb sie so entscheidend für den Erfolg ist.

S

Schonhaltung

Eine Schonhaltung ist eine veränderte Körperhaltung oder Bewegung aufgrund von Schmerz, Unsicherheit oder Schwäche. Sie dient kurzfristig dem Schutz, belastet aber andere Strukturen stärker. Im Hundefitnesstraining bzw. eigentlich im Rahmen der aktiven Bewegungstherapie helfen gezielte Übungen, wieder zu einer ausgewogenen Bewegung zurückzufinden.

Synonyme: Ausweichbewegung Hund, Schmerzverhalten Hund

Warum solltest du das kennen: Ernstzunehmendes Warnsignal.

 

Stabilisierende Muskulatur (Tiefenmuskulatur)

Die stabilisierende Muskulatur besteht aus kleinen, gelenknahen Muskeln, die für Sicherheit und Kontrolle in der Bewegung sorgen. Sie arbeitet überwiegend unbewusst und reagiert besonders auf langsame, präzise Bewegungen. Ist sie zu schwach, übernehmen größere Muskelgruppen die Arbeit, was zu Fehlbelastungen führen kann. Hundefitnesstraining spricht diese Muskulatur gezielt an, um Gelenke zu schützen und Bewegungsqualität zu verbessern.

Synonyme: Tiefenmuskulatur Hund, Gelenkstabilität Hund

Warum solltest du das kennen: Entscheidend für langfristige Gelenkgesundheit.

 

Schmerzgedächtnis

Das Schmerzgedächtnis beschreibt eine anhaltende Veränderung der Schmerzverarbeitung nach längerer oder intensiver Schmerzerfahrung. Dadurch bleiben ungünstige Bewegungsmuster bestehen. Im Hundefitnesstraining ist ein langsamer, sicherheitsgebender Aufbau besonders wichtig, um Vertrauen in Bewegung wiederherzustellen. Mehr zum Thema Schmerzgedächtnis und Schmerzspirale gibt es hier.

Synonyme: chronischer Schmerz Hund

Warum solltest du das kennen: Auch nach Abklingen der Ursache können Bewegungsmuster schmerzbedingt verändert bleiben.

Sensomotorik

Sensomotorik beschreibt das Zusammenspiel von Wahrnehmung und Bewegung. Sie bestimmt, wie gut der Hund Reize aus seiner Umwelt verarbeitet und in Bewegung umsetzt. Im Hundefitnesstraining wird sie gezielt durch kontrollierte Bewegungsaufgaben und wechselnde Anforderungen geschult.

Synonyme: Körperwahrnehmung Hund, Bewegungswahrnehmung beim Hund

Warum solltest du das kennen: Eine gut entwickelte Sensomotorik verbessert Koordination, Gleichgewicht und Reaktionsfähigkeit.

T

Tagesform

Die Tagesform beschreibt den aktuellen körperlichen und mentalen Zustand des Hundes an einem bestimmten Tag. Sie wird unter anderem von Schlaf, Stress, Wetter, vorheriger Belastung und gesundheitlichem Befinden beeinflusst. Auch ein grundsätzlich fitter Hund kann an einzelnen Tagen weniger leistungsfähig sein.

Synonyme: Leistungsfähigkeit Hund, Tagesverfassung Hund

Warum solltest du das kennen: Training sollte immer individuell angepasst werden, um Überforderung zu vermeiden.

 

Trainingspause

Eine Trainingspause ist eine bewusste Unterbrechung des Trainings zur körperlichen und mentalen Erholung. In dieser Zeit finden wichtige Regenerations- und Anpassungsprozesse im Körper statt. Pausen sind kein Zeichen von Stillstand, sondern ein fester Bestandteil eines gesunden Trainingsaufbaus. Trainingspausen finden sowohl zwischen den Trainingstagen als auch während dem Training statt.

Synonyme: Ruhephase Hund, Erholung im Training beim Hund

Warum solltest du das kennen: Verhindert Überlastung und fördert Fortschritte.

 

Trainingstherapie

Trainingstherapie bezeichnet den gezielten therapeutischen Einsatz von Bewegung zur Rehabilitation und Prävention. Sie verbindet physiotherapeutische Grundlagen mit aktivem, funktionellem Training. Ziel ist es, den Hund wieder belastbarer und bewegungssicher zu machen.

Synonyme: Bewegungstherapie Hund, aktiver Therapieansatz Hund

Warum solltest du das kennen: Bindeglied zwischen Physiotherapie und Hundefitnesstraining.

Ü

Überforderung

Überforderung entsteht, wenn körperliche oder mentale Anforderungen dauerhaft zu hoch sind. Sie kann sich durch Stress, Unlust, Konzentrationsprobleme oder veränderte Bewegungen zeigen. Häufig wird Überforderung erst spät erkannt, da sie schleichend entsteht. Im Hundefitnesstraining ist es wichtig, Signale frühzeitig wahrzunehmen und Training entsprechend anzupassen.

Synonyme: Stress im Training beim Hund, Überlastung Hund

Warum solltest du das kennen: Führt häufig zu Stress, Schmerzen oder Trainingsabbruch.

 

Überlastung

Überlastung beschreibt eine schleichende Schädigung von Strukturen durch wiederholte oder zu hohe Belastung. Typische Anzeichen sind Leistungsabfall, verändertes Gangbild oder diffuse Schmerzen. Überlastung kann im Alltag, aber eben auch im Hundefitnesstraining passieren.

Synonyme: chronische Überforderung beim Hund

Warum solltest du das kennen: Entsteht häufig unbemerkt – Prävention ist entscheidend.

W

Wirbelsäulenstabilität

Wirbelsäulenstabilität beschreibt die Fähigkeit, Bewegungen der Wirbelsäule kontrolliert abzufangen und sicher zu führen. Sie ist eng mit der Core- und Tiefenmuskulatur verbunden. Eine instabile Wirbelsäule erhöht das Risiko für Schmerzen und Fehlbelastungen. Hundefitnesstraining legt daher großen Wert auf eine stabile Rumpfmuskulatur.

Synonyme: Rückenstabilität Hund

Warum solltest du das kennen: Grundlage für gesunde Fortbewegung, besonders bei Sport- und Seniorenhund.

Z

Zielgerichtetes Training

Zielgerichtetes Training orientiert sich an klar definierten Zielen wie Prävention, Stabilisation oder Rehabilitation. Es berücksichtigt den individuellen Gesundheitszustand und die Bedürfnisse des Hundes. Ohne klare Zielsetzung besteht die Gefahr von ungeeignetem oder planlosem Training. Zielgerichtetes Vorgehen schafft Struktur, Sicherheit und Nachhaltigkeit im Hundefitnesstraining.

Synonyme: bedürfnisorientiertes Training Hund, individuelles Hundefitnesstraining

Warum solltest du das kennen: Voraussetzung für gesundes, nachhaltiges Training.

 

Zentrale Muster

Zentrale Muster sind automatisierte Bewegungsabläufe, die im Nervensystem gespeichert sind. Sie beeinflussen, wie ein Hund sich bewegt, ohne bewusst darüber nachzudenken. Ungünstige Muster können durch gezieltes Training positiv verändert werden. Voraussetzung dafür ist langsames, bewusstes Üben mit hoher Bewegungsqualität.

Synonyme: Bewegungsmuster Hund, motorische Programme Hund

Warum solltest du das kennen: Training kann ungünstige Muster positiv beeinflussen, aber auch bilden. Umso problematischer sind ungünstige Trainings im Welpen- und Junghundealter.

Fachbegriffe verstehen

Hundefitnesstraining für Hunde mit HD

Begriffe wie Propriozeption, muskuläre Dysbalance oder Belastungssteuerung klingen zunächst technisch, beschreiben aber ganz konkrete Dinge aus dem Alltag mit dem Hund. Sie helfen dabei:

  • Bewegungen besser zu beobachten und einzuordnen
  • Überforderung und Fehlbelastungen frühzeitig zu erkennen
  • Training individuell und bedürfnisorientiert anzupassen
  • präventiv für die Gesundheit des Hundes zu arbeiten

Nicht jede Übung ist für jeden Hund sinnvoll. Ein grundlegendes Verständnis der Zusammenhänge schützt vor gut gemeinten, aber ungünstigen Trainingsentscheidungen.

Hundefitnesstraining für Hunde mit HD
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Das Glossar wird regelmäßig erweitert und orientiert sich an aktuellen Erkenntnissen aus Training, Physiotherapie und Prävention.

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